Donnerstag, 31. März 2011

Was man(n) auf dem Computer hat

Mann => Computer => Pornografie. Bei dieser Erkenntnis stütze ich mich nicht auf irgendwen, sondern auf den zuständigen Beamten in einer “deliktsübergreifenden Datenverarbeitungsgruppe” der Kriminalpolizei. Das sind jene Polizisten, die den ganzen Tag beschlagnahmte PCs überprüfen. 
So ein Experte sieht natürlich viel und hat einen dementsprechend reichen Erfahrungsschatz. Mit diesem Hintergrund ging er wohl auch an die Festplatte eines Mandanten (Single!), dessen privater PC im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens beschlagnahmt wurde. Im Bericht liest sich das so: 
Während der Untersuchung fiel auf, dass die Partition D frei von jeglichen pornografischen Darstellungen pp. ist. Dies ist auf der einen Seite genau so ungewöhnlich wie das Vorhandensein kinderpornografischer Dateien auf einem PC. 
Dieses aus Polizeisicht verdächtig saubere System führt dann zu seitenlangen Spekulationen, ob der Beschuldigte vielleicht “trickst”, indem er sein wie auch immer geartetes Tun mittels eines aufgesetzten und somit spurlos arbeitenden Betriebssystems “verbirgt”, zum Beispiel mittels PXE-Boot. 
Am Ende steht allerdings die Erkenntnis, dass man das sowieso nicht nachweisen kann. (Und wenn doch, so darf man anfügen, ist eine bestimmte Systemkonfiguration ebenso wenig strafbar wie die ständige Nutzung von Skype. Wobei letzteres ja auch oft argwöhnisch gesehen wird.) 
Wir halten also fest: Ein paar legale Pornos sollten stets auf der Festplatte eines Mannes sein – schon um die Kripo nicht ins Grübeln zu bringen.
(c) Udo Vetter, Fachanwalt für Strafrecht, Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Düsseldorf, law blog

Mittwoch, 30. März 2011

Zur Geschichte der "Grünen" - eine weitere (kurze) Bestandsaufnahme

Aus Norddeutschland stammt die Redewendung, daß "der Fisch am Kopf zu stinken beginnt".
Im Fall der "Grünen"- Partei, die bereits gestern wieder einmal das Thema war, ist allerdings die Verwesung weit fortgeschritten.
Jutta Ditfurth, Mitbegründerin dieser Partei, verließ Anfang der 90iger Jahre diese Partei, so wie es viele alte grüne Idealisten in diesen Tagen taten. Sie hatten erkannt, daß diese Partei nicht mehr zu retten war, da sich die Mischpoke um Fischer nun unverkennbar wie ein unheilbares Krebsgeschwür breit gemacht hatte.
Die Gründerin der Grünen, Petra Kelly, hatte sich bereits 1983, als die Grünen das erste Mal in den Bundestag einzogen, in aller Öffentlichkeit deutlich von Fischer distanziert. Später konnte sie dies nicht mehr. Sie starb 1991 (!) zusammen mit ihrem Lebensgefährten, dem Ex- Ostfrontoffizier der Wehrmacht und späteren Panzer- General der Bundeswehr, Gert Bastian. Bastian, der sich auf Grund der atomaren Aufrüstung Europas der Friedensbewegung anschloss, aus der wiederum die "Grünen" hervorgegangen sind, soll sich und seine Lebensgefährtin Kelly erschossen haben. Diese "Selbsttötung" ist bis heute umstritten.

Fischer bildete von Anfang an das Epizentrum für die Unterwanderung der einst so notwendigen Partei.
Seine Karriere ist einzigartig in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Ohne jeglichen Schulabschluss oder anderweitige Bildungsnachweise schaffte es der ehemalige Steinewerfer, Bullenangreifer und RAF- Unterstützer bis zum Außenminister, stellvertretenden Bundeskanzler und Präsidenten des Rates der EU. Ohne entsprechende Hilfe ist dies schlichtweg unmöglich zu bewerkstelligen. Noch nicht einmal ansatzweise. Nicht in Deutschland, nicht in dieser Zertifikatediktatur.
Fischer war zwischenzeitlich (1985-87) grüner Umwelt- und Energieminister in Hessen. In dieser Tätigkeit sorgte er dafür, daß das Atomkraftwerk Biblis trotz einer Pannenserie weiterhin in Betrieb bleiben konnte.
1974 Biblis A geht ans Netz; es ist damals größtes KKW der Welt
1976 Erster schwerwiegender Zwischenfall (höchste Kategorie A): Radioaktivität wird freigesetzt. 1976 kommt es noch zu drei B-Störfällen
1981 Kurzschluß im Reaktor (B)
1987 Schwerwiegender Bedienungsfehler: Bedienungsmannschaften merkten 15 Stunden lang nicht, daß ein Ventil in einem Kühlkreislauf offen war. Gefahr einer Kernschmelze
1993 Abschaltung wegen Revision 
Quelle: Focus
"Keine Angst". Biblis A und B sind weiterhin in Betrieb, wenn man einmal von der jetzigen Pause absieht, die wegen des GAU's in Japan aus taktischem Kalkül heraus eingelegt werden musste. Nur ist das letzte Wort, dank unserer Macht, falls wir diese zu nutzen wissen, noch nicht gesprochen. Dann bleibt es vielleicht bei der endgültigen Abschaltung.

Auch später wurden weitere "realpolitische" Aktivitäten des Fischer in der Öffentlichkeit bekannt. Seiner weiteren Karriere waren diese Aktivitäten förderlich. Das geht übrigens nur, wenn er seinen wirklichen Auftraggebern die erwünschten Dienste abliefert.
An dieser Stelle sei nur die sog. "VISA- Affäre" und der Jugoslawien- Krieg genannt.
Die "Visa- Affäre" führte zu volkswirtschaftlichen Schäden in unbekannter, aber enormer Höhe. Von den anderen Schäden einmal abgesehen. Die gesamten Schäden, die der Jugoslawienkrieg erforderte, können hier ebenso nicht wiedergegeben werden. Allein schon, weil das Unrecht, das den Jugoslawen zu Teil wurde und der Schaden für das Völkerrecht nicht zu berechnen sind.
Fischer war einer der politischen Rädelsführer für diesen Krieg. Sein damaliger "Auschwitz- Vergleich", der übrigens in der BRD ansonsten unter Strafe steht und vor allem jeglicher Grundlage (nachgewiesener Weise) entbehrte, war das damalige "moralische Argument", um die Republik Jugoslawien zu bekriegen und zu vernichten.
Fischer wurde zwar daraufhin, mit seinen Mittätern Schröder und Scharping, vom Obersten Gerichtshof in Belgrad als Kriegsverbrecher zu lebenslanger Haft verurteilt, doch wurde dieses Urteil nie vollzogen.
Dem UNO- Mitglied Jugoslawien fehlte es für die Durchsetzung an der nötigen Macht bzw. Mischpoke.
Die UNO ist nun einmal ein Dienstleister des US- Imperialismus und die US- Vasallenstaaten, als auch die einstigen bzw. sog. Machtblöcke wie Russland oder China sahen dabei, wenn überhaupt, tatenlos zu. "Wenn überhaupt", falls sie sich nicht in irgendeiner Weise direkt oder indirekt an diesem Krieg beteiligten. Davor, währenddessen und danach.
Das hinderte übrigens wenig später den einstigen Jugoslawienkriegsgegner und UNO- Sicherheitsratsmitglied als auch Veto- Macht Russland nicht daran, den "Kriegsverbrecher" Schröder auf einen Chefposten in das (mindestens) russisch- deutsche Energieerzeugergeflecht "Gazprom" zu heben. Um den Tatsachen Genüge zu leisten, soll erwähnt sein, daß zwischenzeitlich das Kriegsverbrecher- Urteil gegen Fischer und Schröder aufgehoben wurde. Auf Druck der neu installierten US- Vasallenregierung in Belgrad.
Das als bescheidene Kurzzusammenfassung.

Fischer hat sich mittlerweile aus dem öffentlichen Politgeschäft zurückgezogen. Doch seine getreuen Gesinnungsgenossen regieren weiterhin in dieser Partei. Wobei diese Gesinnung längst schon die Partei- Basis erreicht hat.
Zwei seiner Nachfolger sind der Türke Cem Özdemir und die gemeinhin als Dummbrot anerkannte Claudia Roth. Und zwar in Personalunion als Bundesvorsitzende der "Grünen".

Özdemir ist Mitglied des European Council on Foreign Relations, einem Ableger der US- amerikanischen Mutterorganisation CFR. Der CFR und seine Ableger sind unleugbare und höchstkriminelle "Schattenregierungen" des US- Imperiums.
Özdemir ist Unterstützer des "Project for the New American Century" (PNAC), also einer weiteren kriminellen Vereinigung auf Weltniveau.
Weiterhin ist Özdemir Mitglied der "Atlantik- Brücke", also einer nicht weniger berüchtigten Organisation.
Seinen auf illegaler Vorteilsnahme beruhenden "Rücktritt" aus der Politik (2002) nutzte Özdemir, um sich in den USA fortbilden zu lassen. Nach Beendigung der Fortbildungsmaßnahme nahm Özdemir seine öffentlichen Aktivitäten postwendend wieder auf. Wohlgemerkt ohne Rücksicht auf die von ihm angegebenen Rücktrittsgründe. Diese sind demzufolge nur als Vorwand zur Imagepflege zu werten.

Selbst jedem in Politik nur viertelgebildeten Menschen (mit Anstand und Ethik) müssen nach der Benennung solcher Tatsachen die Gesichtszüge entgleisen.
Der Türke Özdemir ist definitiv keine "Bereicherung" für mein Heimatland. Er ist auch keine Bereicherung für irgendein Land auf dieser Erde. Er gehört dringend entschärft. Zum Wohle der Menschheit...

Es wurde somit verdeutlicht, daß Özdemir der wirkliche Nachfolger des Fischer ist.
Die "Berufsbetroffene" Roth hat dagegen wenig aufzubieten. Außer die von ihr bewiesene und beständig zur Schau getragene Unfähigkeit, ihre unverblümte Verblödung  und sonstige missratene Eigenheiten, konnte/kann diese "Frau" nur dadurch in Erscheinung treten, in dem sie jedem Definitionsversuch über die Lächerlichkeit den Rang abgelaufen hat.
Falls sie, lieber Leser, sich irgendwann und irgendwo zum Affen machen sollten, dann könnten sie dadurch aller höchstens bei 0,9 Punkte auf der Roth- Skala landen...

Diese Frau ist so beeindruckend in ihrer genetisch bedingten Darstellungsweise, daß selbst den sprachbegabtesten Menschen die passenden Worte fehlen dürften.

Einem Politiker in oligarchischer demokratischer Funktion kommt keine andere Aufgabe zu, als daß er dem  Wahlvieh in bester Hausierermentalität all die Dinge verkauft, die die wahren Machthaber dem Plebs unterzujubeln gedenken.

Selbst zum einfachsten Lügen ist die Roth nicht imstande. Ihr IQ würde eine solche Anstrengung auch gar nicht zulassen. Und somit bleibt bei jeder öffentlichen Roth- Aussage der Eindruck über, man würde einer Rektalöffnung beim Entleerungsvorgang zuhören...
Anhand des Inhalts ihrer Aussagen kann dieser Eindruck nur bestätigt werden...

Zwar ist das folgende Video schon ein paar Tage alt, doch hat es an Aussagekraft nicht eingebüßt. Dieses Video verdeutlicht einmal mehr, von welchen Kreaturen wir uns regieren lassen:


Achten sie auf die Texte im Filmbeitrag und vergleichen sie diese mit dem Blablabla... 

Dienstag, 29. März 2011

Partei "Die Grüne" - eine Bestandsaufnahme des Spießbürgertums

Die Grünen von 2009 sind so, wie die Grünen 1983 die CDU beschrieben haben: furchtbare Bürger, elitär, selbstgefällig.
Franz Walter, Parteienforscher, taz-Kongress 2009
Alle Parteien machen ihren Wählern was vor, aber es gibt keine Partei, die eine so grandiose Differenz zwischen ihrem Image und ihrer Realität hat. 
Jutta Ditfurth, Ex- Grüne und Mitbegründerin dieser Partei
Solche zutreffenden Aussagen können sie dem Artikel "Die neue Volkspartei, die keine ist" entnehmen.
Der aus der Tastatur von Jens Berger stammende Artikel beschreibt das Phänomen "Grüne" ziemlich gut.
Ziemlich gut, weil auch solche Stellen im Artikel vorhanden sind:
Die Zahnarztfrau hat nun einmal kein gesteigertes Interesse daran, dass ihre Kinder auf einer Gesamtschule gemeinsam mit Kindern aus „bildungsfernen Schichten“ lernen.
Ein "gesteigertes Interesse" wird bei keiner Frau (Mutter) vorzufinden sein. Welche Mutter hat Interesse daran, und dazu noch ein gesteigertes, ihren Kindern solche Felsen in den Weg zu legen? Der Unterschied zur Zahnarztfrau besteht lediglich darin, daß zu vielen Müttern in diesem Land die Möglichkeiten dazu fehlen, ihren Kindern die "bildungsfernen Schichten" zu ersparen. Die Schulen der "bildungsfernen Schichten" verfügen nicht nur über ein unteres Lernniveau (falls man überhaupt von Niveau sprechen kann), sondern auch über nicht zu leugnende Aspekte, wie überdurchschnittliche Kriminalität und Verwahrlosung* vieler Kinder.

Dennoch ist der Artikel von Jens Berger über das moderne Spießbürgertum bzw. die organisierte Heuchelei lesenswert und es sei deshalb an dieser Stelle auf ihn aufmerksam gemacht.


Bundesvorsitzende der Grünen gibt ein Paradebeispiel zum Thema ab - alt, aber nicht veraltet

* Unter Verwahrlosung verstehe ich u.a. fehlendes bis mangelndes Sozialverhalten, unkontrollierten und übermäßigen Fernsehkonsum und dergleichen mehr.

Montag, 28. März 2011

Die Privatisierung des Wassers und der ideologische Hintergrund...

Nicht nur zum Schaden der Allgemeinheit erfolgen weltweit "Privatisierungen" lebenswichtiger Bereiche.
Ob Wassergewinnung, Gesundheitswesen, Stromversorgung oder andere fundamentale Bereiche betreffend, diese "Privatisierungen" basieren auf einer Ideologie.
Nur oberflächlich betrachtet und von den Industriemedien gepredigt, haben diese "Privatisierungen" etwas mit der Haushaltslage der Gemeinden und Staaten zu tun. Zudem nach erfolgter "Privatisierungen" überall Qualitätsverluste bei gleichzeitiger Verteuerung zu beobachten sind. Die "Privatisierungen" also für die Verbraucher nicht das bezwecken, was ihnen von korrupten Politikern, gewinnsüchtigen Hausierern und deren Medienwaffe eingetrichtert wird.

Begriffe wie "Globalisierung", "Neoliberalismus", "Raubtierkapitalismus", "Turbokapitalismus" und dergleichen mehr, entstammen allesamt einer Ideologie, die auch unter dem Namen "Chicago School" bekannt ist. Der Karl Marx dieser Ideologie ist der 2006 verstorbene Milton Friedman. Wobei dieser Vergleich insoweit hinkt, da Friedman in intellektueller Hinsicht einem Marx weit unterlegen war.
Allerdings nicht in krimineller und asozialer Hinsicht. In diesen Punkten war Marx absolut unterlegen.
Die Ideologie des Guru Friedman ist nicht nur die Grundlage der oben aufgezählten Stichworte, sie ist vor allem die derzeit weltbeherrschende Ideologie, die mit allen Mitteln umgesetzt werden soll.

Folglich sind auch die Kriege gegen Jugoslawien, Irak oder Libyen nur Wirtschaftskriege, die das imperialistische Ziel haben, daß in diesen Staaten vorhandene und nicht zufällig ähnliche Gesellschaftsmodell zu vernichten, um an dessen Stelle das friedmansche System zu errichten. Egal, was man ihnen über Milosevic, Hussein oder Ghaddafi erzählt hat, diese Einzelpersonen waren nie der Grund dieser Kriege. Würde man die Vorwürfe gegen diese Einzelpersonen auf alles und jeden anwenden, müssten sich die USA selbst bombardieren. Da es noch weit mehr Länder auf dieser Welt gibt, in denen das friedmansche Gesellschaftsmodell keine Beachtung findet, werden noch weitere Länder folgen, die mit Destabilisierung, Terror und Krieg überzogen werden. Es ist wieder kein Zufall, daß ausgerechnet diese Länder zur "Achse des Bösen" gehören sollen.

Leider wird im folgenden Filmbeitrag auf diese Zusammenhänge nicht hingewiesen. Doch zeigt dieser Film der Allgemeinheit auf, was die "Privatisierungen" bedeuten, welchen Zweck sie dienen und welche Folgen sie unweigerlich haben.
Im Filmbeitrag geht es speziell um das Thema Wasser. Was Wasser für das Leben auf der Erde bedeutet, dürfte jedem klar sein.
Investieren sie diese ca. 70 Minuten, um den Film anzuschauen. Ignorieren sie nicht ihr Leben und das Leben aller anderen. Es geht hierbei nicht nur um ihr Geld.
Es lohnt sich.
Wissen ist Macht.


Teil 1


Teil 2

Sonntag, 27. März 2011

Könnten 200.000 ein Anfang sein?

Dieses Wochenende protestierten allein in Deutschland über 200.000 Menschen gegen den nuklearen Wahn einer unverantwortbaren Elite.
Könnte das der Anfang für eine globale Veränderung sein?
Nein!
Zwar ist es gut zu beobachten, daß die Menschen ihren Protest und ihren Zorn öffentlich zur Schau stellen, doch ist damit noch nichts erreicht.
Nicht einmal ein Anfang.
Dieser Protest hatte etwas idiotisch Lächerliches. Als Teilnehmer am Protest waren in Frontlinie Mitglieder der Blockflötenparteien auszumachen. Wer meint, im Gleichschritt mit diesen Kreaturen Veränderungen herbeiführen zu können, sollte besser zu Hause bleiben. Einen derartigen Beweis darüber, sich als politischer Analphabet in aller Öffentlichkeit zu offenbaren, lässt jegliche Manipulation die Tore geöffnet. Eine Geißlerisierung der Bewegung bedeutet zugleich das Ende dieser Bewegung. Kopflos zu marschieren, bedeutet, ohne Hirn,Verstand und wahres Ziel den Widersachern das Feld zu überlassen.
Sad but true (Traurig, aber wahr)...
Eine Bewegung ist nur so stark, wie ihre Führer.
Und die Bewegung war in der 80igern weit stärker, nur daß die gleichen Führer mitmarschieren. Trittin, Künast,... Die kollektive Vergesslichkeit und die Ignoranz wird auch dieses Mal zur Verpuffung führen. Mit solchen Gestalten stößt man sich kein Messer in den Rücken. Das ist Harakiri, glatter Selbstmord. Geißler lässt grüßen...
Entstammen diese Führer der bisherigen Herrschaft, wird sich an den Machtverhältnissen kaum etwas ändern.

I.L.D.

P.S. Auch ich hatte mich über die Beteiligung gefreut. Doch als ich die Bilder der Teilnehmer in erster Front sah, zumindest das, was von den Medien verwertet wird, was ja auch das ist, was zählt, war ich schnell ernüchtert.
Wer wirklich etwas erreichen will, muss zunächst die Medien kontrollieren. Alles andere bedeutet vergebene Mühe...

Positiv ist der Wille zur Veränderung. Negativ dessen Umsetzungsversuch.

Freitag, 25. März 2011

Libyen: Weshalb enthielt sich Russland seiner Stimme?

Wie zu erwarten, begann ein massiver Bombenkrieg gegen Libyen, angeblich um unbeteiligte Zivilisten im Osten des Landes vor Ghaddafi zu schützen – weshalb unbeteiligte Zivilisten im Westen des Landes von den Westmächten getötet werden. - Auszug aus nachfolgendem Text 
Kluft im Kreml
Dissenz zwischen Präsident Medwedew und Premier Putin über den Sinn des massiven Bombenkrieges gegen Libyen
Von Rainer Rupp
Libyen-Resolution im Sicherheitsrat nicht verhindert – Rußlands Präsident Medwedew, im Hintergrund Premier Putin
Foto: reuters

Die Tatsache, daß sich Rußland bei Resolution 1973 des UN- Sicherheitsrats zur Kriegsermächtigung imperialistischer Mächte gegen Libyen der Stimme enthalten hat, statt sein Veto einzulegen, verblüffte in der vergangenen Woche viele Beobachter. Zu offensichtlich waren auch dieses Mal die Parallelen zu dem von Rußland immer noch heftig verurteilten, mit dreisten Lügen gerechtfertigten, »humanitären« Angriffskrieg der NATO 1999 gegen Serbien, dessen Beginn sich am heutigen Tag jährt. Diplomatisch ganz ungeschminkt hatte zum Beispiel der russische Botschafter bei der NATO, Dmitri Rogosin, in einem Interview auf den Völkerrechtsbruch vor zwölf Jahren hingewiesen. Auch die anderen Stimmen aus dem sicherheitspolitischen Establishment Rußlands ließen auf ein Veto im höchsten Gremium der Vereinten Nationen hoffen. Doch dann enthielt sich Moskau lediglich der Stimme, obwohl der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin nach dem Akt in einer öffentlichen Erklärung zutiefst besorgt und mit sichtlichem Bedauern auf die mangelhafte und undeutlich formulierte Resolution und deren möglichen Folgen hinwies, die dann auch prompt eintraten. Seither wurde über das Warum der russischen Enthaltung gerätselt.
Offensichtlich hat sich eine Kluft aufgetan zwischen Präsident Dmitri Medwedew und seinem Ministerpräsidenten Wladimir Putin. Der Premier kritisierte am Montag die Entscheidung, den jüngsten Bombenkrieg zu autorisieren, und somit implizit auch die Entscheidung zur Stimmenthaltung als »unzulänglich und falsch«, und er warf den kriegführenden Westmächten mit ungeschminkten Worten vor, wie bei einem »Kreuzzug« vorzugehen (jW berichtete). Medwedew fühlte sich davon offensichtlich herausgefordert, noch am gleichen Tag rügte er Putin in einem langen Interview wegen dessen Wortwahl. Zugleich betonte er, wie es übrigens in der russischen Verfassung festgeschrieben steht, daß er als Präsident allein über die Außenpolitik Rußlands entscheidet und er auch für die Stimmenthaltung im UN-Sicherheitsrat verantwortlich ist, die er dann, allerdings sang- und kraftlos, verteidigt. Zugleich zeigte er sich gegenüber den Westmächten viel versöhnlicher als Putin.
Offensichtlich ist der russische Präsident, der wegen seiner naiven Aufgeschlossenheit gegenüber dem Westen von diesem stets als guter Demokrat gelobt wird, über den Tisch gezogen worden. Erkennbar hatte sich Medwedew von der angeblichen Dringlichkeit überzeugen lassen, daß etwas gegen den schrecklichen Diktator Muammar Al-Ghaddafi getan werden müsse, und er hat den verbalen Versicherungen der Westmächte Glauben geschenkt, sich streng an eine enge Auslegung der Resolution zu halten und vor weiteren Maßnahmen den Kreml zu konsultieren. Davon war nicht mehr die Rede, sobald Frankreich, Großbritannien und die USA ihre Resolution 1973 in der Tasche hatten.
Wie zu erwarten, begann ein massiver Bombenkrieg gegen Libyen, angeblich um unbeteiligte Zivilisten im Osten des Landes vor Ghaddafi zu schützen – weshalb unbeteiligte Zivilisten im Westen des Landes von den Westmächten getötet werden.

Weitere Kriegslüge enthüllt

Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.
Otto von Bismarck, 01.04.1815 - 30.07.1898
Der Nachrichtendienst "Reuters" ist nicht irgendjemand in diesem Geschäft. Reuters verfügt quasi über das Monopol in diesem Geschäft. Sämtliche Industriemedien verbreiten das weiter, was Reuters zum Fressen hinwirft. Eine derartige Konzentration auf dem Informationssektor ist geradezu beängstigend. Eine Agentur bestimmt über die Weltmeinung und lenkt somit nicht nur die Massen, sondern auch die VerFührer dieser.
Deshalb sollte man stets wachsam sein.
Da es scheinbar an entsprechendem Material fehlt, mit dem die Behauptungen der Propagandaindustrie untermauert werden könnten, erfindet man dieses Material. Das ist eine gängige Praxis und funktioniert prächtig. Die kollektive Vergesslichkeit, die Oberflächlichkeit, der Wissensmangel, die Leichtgläubigkeit und das unbegründete Vertrauen sind die Zutaten für dieses Erfolgsrezept.
Und doch wurde Reuters wieder einmal beim Lügen ertappt:
Reuters zeigt falsches Foto über Libyen 
Am 23. Februar veröffentlichte die Nachrichtenagentur Reuters ein Foto mit dem Titel: "Fotos der bei den Protesten getöteten Libyern, zu sehen in Bengasi". Es soll eine Bildergalerie von Personen zeigen, die durch Sicherheitskräften von Gaddafi getötete wurden und die Hinterbliebenen stehen davor und betrachten sie. Dieses Foto wird von zahllosen Medien rund um die Welt gezeigt, wie zum Beispiel auch bei N-TV:
Fällt euch beim Betrachten dieses Foto im Artikel von N-TV etwas auf? 
Hier die Bildergalerie auf der Reuters-Seite, wo dieses Foto auch gezeigt wird. Der Text zu diesem Foto lautet: "Ein Protestierer schaut auf die Bilder der Protestierer die während der letzten Tage während des Aufstandes gegen den libyschen Führer Muammar Gaddafi in Bengasi getötete wurden, 23. Februar 2011."
So jetzt guckt mal in der Mitte oben, da steht ein Datum ganz gross "1996/6/29" über den Bildern, also der 29. Juni 1996 und die Zahl 1'200. Ganz klar, dieses Foto zeigt keine Demonstranten die in Bengasi getötet wurden. 
Was hat dieses Datum zu bedeuten und was ist am 29. Juni 1996 passiert? An diesem Tag fand eine Niederschlagung eines Aufstandes im Abu-Salim-Gefängnis in der Nähe von Tripolis statt. Dabei kam es zu einem Massaker an den 1'200 Insassen und bei den gezeigten Portraits handelt es sich um die Opfer von damals aus Bengasi.
Das heisst, Reuters und alle ihre angeschlossenen Medien zeigen ein Foto mit Portraits von Personen die 1996 getötet wurden und nicht jetzt im Februar 2011. 
Damit will ich die Verbrechen von Gaddafi keineswegs verharmlosen. Nur, eine Nachrichtenagentur muss schon korrekt berichten und nicht Behauptungen aufstellen die nicht stimmen. Denn so wird ein falsches und tendenziöses Bild über alle Medien verbreitet, die dieses Foto und den Begleittext ungeprüft übernehmen.
Übrigens, diese falsche Darstellung steht überall heute noch so und wurde nicht korrigiert. Was mich wundert, warum das bei den Medien niemand auffällt. Die betreiben wirklich Copy & Paste Journalismus. 
Dank an freeman

Satire: libysche Verhältnisse in Deutschland

Interview mit deutschen Rebellenführer KOBRA
Angespornt durch die Ereignisse in den arabischen Ländern, die einen historischen Wandel erleben, aber speziell durch den Aufstand in Libyen, hat sich nun in Deutschland auch eine Gruppe gebildet, die das „bestehende Regime“ wie sie es nennen entfernen wollen. Ich hatte die Gelegenheit mit dem Anführer der Aufständischen in ihrem Hauptquartier in der Rebellenhochburg in Ostdeutschland ein Interview zu führen.
Frage: Wie darf ich sie nennen, wie bezeichnen sie sich?
Kobra: Nennen sich mich einfach Kommandant der Befreiungsarmee ... oder KOBRA.
Frage: Aha. Wie sind sie darauf gekommen einen bewaffneten Regimewechsel durchzuführen?
Kobra: Wir sind schon lange sehr unzufrieden mit den Machthabern in Berlin und sehen nur noch einen erzwungenen Wechsel als Lösung. Diese Parteiendiktatur und Personenkult rund um Merkel ist völlig unakzeptabel. Es geht nur noch um Machterhalt und dazu ist ihnen jedes Mittel recht. Ausserdem lassen sie zu, dass unsere deutsche Kultur durch Horden von Moslems zersetzt wird. Dagegen müssen wir uns wehren. Das Fass zum Überlaufen gebracht hat die Weigerung des Regimes beim militärischen Angriff gegen Gaddafi mitzumachen. Dieses Abseitsstehen, wieder nur aus wahltaktischen Gründen, ist unerträglich.
Frage: Wie viele Kämpfer stehen unter ihrem Kommando? 
Kobra: Einige hundert engagierte Rebellen, die zu allem bereit sind.
Frage: Aber damit ist doch keine Revolution durchführbar?
Kobra: Doch, denn wir rechnen wie in Libyen mit der Unterstützung der Westmächte.
Frage: Ach so. Wer unterstützt sie denn genau?
Kobra: Wir werden in militärisch taktischen Fragen von Zbigniew Brzeziński beraten, der seine ganze Erfahrung aus dem erfolgreichen Aufstand der afghanischen Mudjahedin gegen die Sowjets einbringt. 
Frage: Ja wirklich? Und sonst, wer steht noch hinter ihnen?

Donnerstag, 24. März 2011

Deutschland - des Wahnsinns fette Beute

Man könnte meinen, manche Leute haben Sorgen, die so groß und gesellschaftstragend sind, daß für Abhilfe nur gesorgt werden könnte, wenn die betreffenden Personen einen unbefristeten Kuraufenthalt in den Slums von Bombay oder in den Straßen Kabuls verschrieben bekämen.


Urban Priol  zum Thema

Die Belange von Minderheiten gehören beachtet, doch gehören diese Belange nicht dermaßen aufgebläht, daß sie zur Willkür gegenüber die Mehrheit ausarten. Von sonstigen Schäden einmal abgesehen.
Diese Fanatikerinnen geben zwar vor, gegen Rassismus, Sexismus und Diskriminierung vorgehen zu wollen, doch benutzen sie bei genauer Betrachtung diese Sachverhalte, um ihren Fanatismus umsetzen zu können.
Das Frauen und "Neger" (Zuwanderer) für die gleiche Arbeit die gleichen Löhne bekommen, steht nicht auf deren Fahnen. Solche Forderungen sind scheinbar zu dringlich und Probleme lösend, als daß sie von solchen Matschbirnen eingeklagt werden. Stattdessen konzentrieren sie sich auf die Nebenkriegsschauplätze ihrer Wahnvorstellungen und diskriminieren alles, was ihrer Utopie im Wege steht. Auf Kosten der Allgemeinheit.


"Der Schulleiter verbietet..." wird so zum Bestandteil für "ein frauenfeindliches Machwerk männlicher Dominanz". Hätte dort "die Schulleiterin verbietet..." gestanden, hätte sich zwar kein Mann über ein vermeintlich "männerfeindliches Machwerk" beschwert, doch die Matschbirnen hätten auch hierin "Frauenfeindlichkeit" entdeckt.
Nihilismus pur.
So wird dann auch an der Frauen und Männer betreffenden Bezeichnung "die Bewohner" geistlos herumgenörgelt. Es sollte stattdessen "die Bewohnerinnen" heißen:
a) weil damit Männer diskriminiert werden würden, wo vorher keine Diskriminierung, weder Frauen, noch Männer betreffend, vorhanden war und
b) bei aller vorgeblichen "Gleichmacherei" die Unterschiede zu Lasten der Gemeinsamkeiten beider Geschlechter überbewertet werden sollen.

Doch sehen sie selbst:


Subventionierter Wahnsinn...Extremistinnen in der Hamburger Bürgerschaft

Joseph "Joschka" Fischer - ein grüner Kriegstreiber...

DER KRIEGS-STAMMTISCH
Joschka Fischer macht mobil
Autor: U. Gellermann
Datum: 23. März 2011
In deutschen Medien wimmelt es zur Zeit von Lagekarten: Kriegs-Schiff-Symbole vor der Libyschen Küste, Kampf-Jet-Piktogramme über dem Land, rote Explosionszeichen dort, wo die Koalition der Willigen schon Bomben hat platzieren können. Anfänglich hatte der Stammtisch noch entschieden, dass der Krieg nur drei Tage dauert, jetzt gibt es neue Prognosen. Auch waren sich die Strategen einig: Der Gaddafi wird aus der Luft fertiggemacht! Jetzt meldet das Wall Street-Journal, die USA liefere, über die ägyptische Grenze, Waffen für die Aufständischen. In dieser aufgeregten Debatte meldet sich der große General Joschka Fischer. Erst in der "Süddeutschen", dann auch auf der Web-Site der Tagesschau, verlautbart der Nachwuchs-Militär: "Wir reden in dieser Region über unmittelbare europäische und deutsche Sicherheitsinteressen."
Wenn der deutsche Stammtisch über Verstand verfügen würde, könnte er fragen, ob denn jetzt auch an der großen Syrte die Freiheit der Deutschen verteidigt wird, und es könnte ihm beklommen werden: Ob denn diese Verteidigung eher zehn Jahre als zehn Tage dauern werde? Aber da ist dann schon wieder Joschka mit einem heißen Satz zur Denk-Verhinderung: "Außenpolitik heißt doch nicht, vor allem "bella figura" auf dem internationalen Parkett zu machen." Also keine gute Figur, meint Fischer, also Ärmel aufkrempeln und dem Diktator mal zeigen was eine grünen Harke sein kann? Zwar, das weiß sogar der Freizeit-General: "Die Mission in Libyen ist riskant, die neuen Akteure vor Ort sind so unklar wie die Strategie und die Zunkunft des Landes." Aber der ehemalige Außenminister bleibt trotzdem bei seinem "immer feste druff".
Die "Akteure vor Ort", wer mag das sein? Gern wird uns erklärt, es handele sich um "das libysche Volk". Das "libysche Volk", so viel ist mal sicher, besteht aus mehr als hundert Stämmen. Neben dem Arabischen werden drei weitere Sprachen gesprochen. Der traditionellen Clan-Strukturen wegen, zerfällt das Land in drei Großprovinzen: Tripolitanien, Kyrenaika und Fessan. Der Aufstand begann in der Kyrenaika, im Osten Libyens. Von dort stammt auch der 1951 von den Engländern den Stämmen außerhalb der Kyrenaika aufgezwungene König Idris, der später vom libyschen Militär abgelöst wurde. Und die Flagge, die in den letzten Tagen häufig in die Kameras gehalten wird, ist nicht die libysche. Es ist die alte Königsfahne. 
Joschka Fischer sorgt sich, von den libyschen Ereignissen ausgehend, um die jetzige Bundesregierung. Denn die starre, statt harte "strategische Entscheidungen zu verantworten", auf "Provinzwahlen". Fischer meint: Kriege sind in Deutschland unpopulär, es stehen eine Reihe Landtagswahlen an und die könne die Koalition verlieren. Das sei ihr Grund für die Enthaltung im Sicherheitsrat. Da hat er recht, der Fischer. Und hier geht er über die Rolle des Generals hinaus, es ist der feuchte Traum des kleinen Diktators zu erkennen: Was schert mich die Meinung des deutschen Volkes, was die der deutschen Provinz, was Wahlen: Ein Krieg muss her. - Noch heute darf man dem Kanzler Schröder dankbar sein, der die Deutschen aus purer Wahltaktik weitestgehend aus dem Irak-Krieg rausgehalten hat. Fischer war damals für die deutsche Teilnahme an der Seite der USA.
Am repräsentativen Berliner Gendarmenmarkt hat die Firma "Joschka Fischer and Company" ihren Sitz. Die Company kooperiert mit der ehemaligen US-Außenministerin Madeleine Albright und vertritt Kunden wie BMW, Siemens und den Energiekonzern RWE. Doch das zur Zeit wichtigste Projekt des Unternehmers Fischer ist eine Gas-Pipeline: Vom Kaspischen Meer bis nach Deutschland. Dass ein Energie-Lobbyist wie Fischer in seinem Libyen-Artikel das Wort Öl nicht ein einziges mal erwähnt, ist höchst sonderbar. Auch die Forderung nach einem Öl- und Gas-Verkaufs-Embargo, um Gaddafi den Geldhahn zuzudrehen, taucht nirgend auf. Das libysche Öl liegt zu 80 Prozent im Osten, dem Gebiet des Ex-Königs. Dort gibt es auch erkennbar sezessionistische Bestrebungen. Das alles soll allein die Luftwaffe der "Willigen" regeln? Keine Sorge, die britische "Times" macht uns damit vertraut, dass eine 600 Mann starke Spezialtruppe der "Royal Marines" in den nächsten Tagen in die "Krisenregion" verlegt wird. Die ersten Bodentruppen sind in Reichweite.
Wer annimmt, dass die Herren Sarkozy, David Cameron oder Joschka Fischer auf der Seite der libyschen Bürger stehen, der irrt. Die stehen ja nicht mal auf der Seite ihrer eigenen Völker.

BLÖD dir deine Meinung: heute - Ghaddafi

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GAU in Japan

Pressemitteilung v. 23.03.11
Die Gesellschaft für Strahlenschutz warnt:
Supergau in Fukushima 1
Auf der Website der International Agency of Atomic Energy (IAEA) wird hier über das Radiation-Monitoring in der Umgebung des zerstörten Atomkraftwerks (AKW) Fukushima I berichtet. Die IAEA hat gemeinsam mit den japanischen Behörden Messungen bis zu 200 km Entfernung von Fukushima I durchgeführt. Es wurden Gammadosisraten und Beta-Gamma-Kontaminationen gemessen. Die Ergebnisse der Gammadosisrate liegen zwischen 2 und 160 µSv pro Stunde im Vergleich zum natürlichen Hintergrund von rund 0,1 µSv/h (Nebenbei - in Berlin liegt der natürliche Hintergrund bei 0,07 µSv/h). Die IAEA gibt an, dass hohe Werte von Beta-Gamma-Kontaminationen zwischen 16 und 58 km Entfernung vom AKW gefunden wurden. Die Werte liegen zwischen 200.000 und 900.000 Becquerel (Bq) pro Quadratmeter. Die IAEA kann nicht ausschließen, dass solche hohen Werte auch in größeren Entfernungen auftreten. 
Zur Alphastrahlung wurden noch keine erhöhten Werte gefunden.
Es wurden durch die IAEA und die für die Überwachung von Nahrungsmitteln zuständige Behörde in Japan auch Messungen an Nahrungsmitteln unternommen. Die japanischen Behörden gaben kürzlich Messwerte bis zu 55.000 Bq Jod-131 pro kg Spinat aus der Präfektur Ibaraki an. Diese Werte liegen erheblich über den japanischen Grenzwerten für beschränkten Nahrungsmittelverzehr (2.000 Bq/kg). 
Zur Bewertung liegt ein Blick zurück auf die Situation nach Tschernobyl nahe. Hot spots wurden von den russischen Behörden damals als lokal begrenzte Kontaminationen von mehr als 555.000 Becquerel pro Quadratmeter definiert. Das ist die Größenordnung, die in Japan zwischen 16 und 58 km von der IAEA gemessen wurde. Die Ausdehnung dieser Zone in Japan ist vergleichbar mit der Sperrzone westlich von Tschernobyl. 
Wir haben es jetzt mit dem SuperGau zu tun. Die Vergleiche mit Tschernobyl werden ernst. Weitere Evakuierungsmaßnahmen sind dringend erforderlich. Es wird vor weiterer Bagatellisierung der Kontamination des Meeres gewarnt 
Berlin, den 23. März 2011
Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz

Mittwoch, 23. März 2011

Merkels Muppet Show

Regierung beruft Ethikkommission
Von Wolfgang Pomrehn (JW)
Während im japanischen Fukushima Daiichi nach wie vor drei Atomreaktoren außer Kontrolle sind und offensichtlich eine wachsende Menge radioaktiven Materials freigesetzt wird, simuliert die Bundesregierung entschlossenes Handeln. Nachdem mit viel Wahlkampfgetöse die vorübergehende Abschaltung von sieben Reaktoren bekanntgegeben wurde, die ohnehin bereits vom Netz genommen waren oder demnächst wegen anstehender Revisionen hätten gehen müssen, soll nun eine »Ethikkommission« über die Zukunft der deutschen Atomkraftwerke beraten.
Allein die Zusammensetzung dieser Kommission, der mal wieder jegliche demokratische Legitimität abgeht, sagt schon alles über die Mißachtung großer Teile der Bevölkerung aus, mit der die schwarz-gelbe Regierung dieses Land meint, auch in Krisenzeiten regieren zu können. Unter den bisher benannten 14 Mitgliedern sind gerade drei Frauen, dafür aber gleich drei hochrangige Vertreter der christlichen Kirchen – natürlich kein Mitglied anderer Glaubensgemeinschaften und kein Vertreter der Konfessionslosen.
Mit dabei sind hingegen neben einigen Wissenschaftlern auch der BASF-Chef Jürgen Hambrecht und der Vorsitzende der Gewerkschaft der Atomfans, der IG BCE, Michael Vassiliadis. Leiten soll das Ganze ein ehemaliger Umweltminister, und zwar der einzige aus den Reihen der Union, der außer der Bundeskanzlerin bisher dieses Amt bekleidet hat: Klaus Töpfer. Ach ja, ein Alibi-Sozi vom äußersten rechten Flügel der SPD wurde auch noch ins Boot geholt: Hamburgs ehemaliger Erster Bürgermeister Klaus von Dohnanyi. Geschätztes Durchschnittsalter der Veranstaltung: Irgendwas zwischen 60 und 70.
Diese Muppet Show soll also, während sich in Japan die nukleare Tragödie entfaltet und hierzulande immer mehr Menschen gegen Atomkraft auf die Straße gehen, die Proteste ein wenig begeißlern, damit die Bundesregierung nach den Landtagswahlen wieder zur Tagesordnung übergehen kann. Ob das gelingt?
Eine erste Antwort werden wir am Sonntag bekommen, aber Wahlergebnisse sind nicht alles. Auch der grüne Spitzenkandidat in Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, der sich einige Hoffnung auf den Posten des Ministerpräsidenten machen kann, schließt trotz allem eine Koalition mit der CDU nicht grundsätzlich aus, und gibt sich in der Frage der Stillegung der AKW im Ländle äußerst bedeckt. Selbst im Südwesten wird also nach den Wahlen noch viel politischer Druck außerparlamentarischer Bewegungen notwendig sein, damit sich wirklich was bewegt.
Aber den wird es sicherlich geben. Derzeit stehen acht von 17 AKW still, ohne daß irgendwo die Lichter ausgehen. Es geht also, und es geht noch deutlich mehr. Sollte die Bundesregierung im Sommer versuchen, auch nur einen der acht Meiler wieder hochzufahren, dürften massive Proteste sicher sein.

Ghaddafi & al CIAda

Von den meisten Zeitgenossen wird der politische Witz Ghaddafis übersehen, daß er die Ursache für die Konterrevolution in Libyen in der fiktiven Terrororganisation "Al Qaida" begründet sehen will.
Ghaddafi und sein Apparat haben diese Anschuldigung mit Sicherheit bewusst gewählt. Zum einen, um die Propagandaphrasen der "westlichen Welt" zu nutzen und zum anderen, um der Welt zu zeigen, daß in Wahrheit wieder einmal Al CIAda und ihre Vasallen am Werke sind.
In der westlichen Welt reicht die Behauptung "al Qaida" stecke hinter irgendeiner Sache als Beweis dafür aus.
Lassen wir die Formel "gleiches Recht für alle" gelten, gelangen wir zu der Schlussfolgerung, daß die Angreifer Libyens allesamt das Terrornetzwerk "al Qaida" unterstützen. Doch so genau will niemand diese Ghaddafi Behauptung zur Kenntnis nehmen. Dies würde zu unerwünschten Fragen führen und die Antworten wären peinlich. Das Imperium hat ein Monopol auf Gespenster.

Dienstag, 22. März 2011

Libyen- Krieg ist kein Zufall

Der folgende Text stammt von Fidel Castro und wurde bereits am 21.02.11 veröffentlicht.
Da die angeschlossenen Medien im Rahmen der psychologischen Kriegsführung falsche und irreführende Nachrichten verbreiten, ist es wichtig, dieser gigantischen Propaganda- Maschinerie etwas entgegen zu setzen.
Fidel Castro ist nicht nur ein erfolgreicher, sondern auch ein erfahrener Staatsmann, der zudem nachweislich nicht zu den Handlangern des Imperiums gehört, sondern zu dessen Widersachern.
Die NATO plant Libyen zu besetzen
Das Erdöl wurde zum hauptsächlichen Reichtum in den Händen der großen US-Transnationalen; mit dieser Energiequelle haben sie über ein Instrument verfügt, die ihre politische Macht auf der Welt deutlich erhöhte. Das war ihre Hauptwaffe, als sie beschlossen, die Kubanische Revolution einfach zu liquidieren, sobald die ersten gerechten und souveränen Gesetze in unserem Vaterland verkündet wurden, d.h., uns das Erdöl wegzunehmen.
Auf der Grundlage dieser Energiequelle hat sich die heutige Zivilisation entwickelt. Venezuela war das Land in dieser Hemisphäre, das den höchsten Preis bezahlte. Die Vereinigten Staaten bemächtigten sich der enormen Vorkommen, mit denen dieses Bruderland von der Natur gesegnet worden ist.
Nach dem Ende des letzten Weltkriegs begann die Erdölförderung im Iran, in Saudi-Arabien, im Irak und in den umliegenden arabischen Ländern. Diese wurden zu den Hauptlieferanten. Der Weltverbrauch steigerte sich bis zu der fabulösen Menge von ungefähr 80 Millionen Barrels täglich, einschließlich der Fördermenge in den Vereinigten Staaten, zu der in jüngster Zeit noch Gas, Wasserkraft- und Kernenergie hinzu kamen. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Kohle die Hauptenergiequelle, die die industrielle Entwicklung ermöglichte, bevor man Milliarden von Autos und Motoren herstellte, die flüssigen Kraftstoff verbrauchen.
Die Verschwendung des Erdöls und des Gases ist mit einer der größten Tragödien der Menschheit verbunden, mit dem Klimawandel.
Als unsere Revolution ihren Anfang nahm, waren Algerien, Libyen und Ägypten noch keine Erdölproduzenten, und ein großer Teil der reichlichen Vorkommen von Saudi-Arabien, Irak, Iran und der Vereinigten Arabischen Emirate war noch nicht entdeckt.
Im Dezember 1951 war Libyen das erste afrikanische Land, das nach dem Zweiten Weltkrieg seine Unabhängigkeit erreichte. In jenem Krieg war es Schauplatz bedeutender Schlachten zwischen deutschen und englischen Truppen, die Generäle wie Erwin Rommel und Bernard L. Montgomery berühmt machten.
95% des Territoriums dieses Landes sind Wüste. Die Technologie machte es möglich, bedeutende Vorkommen leichten Erdöls mit hervorragender Qualität zu entdecken, die heutzutage 1,8 Millionen Barrels täglich erreichen, und zusätzlich eine große Menge von Naturgas. Dieser Reichtum ermöglichte eine Lebenserwartung von ca. 75 Jahren sowie das höchste Pro-Kopf-Einkommen in Afrika. Die unerbittliche Wüste liegt über einem enormen See aus fossilem Wasser, der ungefähr drei Mal so groß wie Kuba ist. Das hat Libyen ermöglicht, ein weites Netz von Süßwasserleitungen durch das ganze Land zu bauen.
Libyen, das zum Zeitpunkt der Erlangung der Unabhängigkeit eine Million Einwohner hatte, hat gegenwärtig über sechs Millionen.
Die libysche Revolution fand im September 1969 statt. Ihr Anführer war Muammar al-Gaddafi, ein Militär beduinischer Herkunft, der seit seiner frühen Jungendzeit von den Ideen des ägyptischen Führers Gamal Abdel Nasser inspiriert worden ist. Zweifellos sind viele seiner Entscheidungen mit den Veränderungen verbunden, wie auch im Fall von Ägypten, als eine schwache und korrupte Monarchie in Libyen gestürzt wurde.
Die Einwohner dieses Landes haben tausendjährige kämpferische Traditionen. Man sagt, dass die Libyer in der Antike der Armee Hannibals angehörten, als jener mit der Armee, mit der er die Alpen überquerte, beinahe das antike Rom zu Fall gebracht hätte.
Man kann mit Gaddafi einverstanden sein oder nicht. Die Welt ist mit allerart Nachrichten überflutet worden, vor allem über die Massenmedien. Man muss eine gewisse Zeit abwarten, um wirklich zu erkennen, was Wahrheit oder Lüge ist, oder eine Mischung aus all den Ereignissen, die in Libyen zu diesem Chaos führten. Was für mich absolut klar ist, ist, dass es der Regierung der Vereinigten Staaten überhaupt nicht am Frieden in Libyen gelegen ist und sie nicht zögern wird, der NATO den Befehl zur Invasion in dieses reiche Landes zu geben, sei es in einigen Stunden oder in den nächsten Tagen.
Diejenigen, die mit niederträchtigen Absichten die Lüge erfunden haben, das Gaddafi nach Venezuela gereist ist, wie sie es gestern Nachmittag, am Sonntag, dem 20. Februar, getan haben, erhielten heute eine würdige Antwort von Nicolás Maduro, dem Außenminister von Venezuela, als er wortwörtlich sagte, er „hoffe, dass das libysche Volk in Ausübung seiner Souveränität und ohne die Einmischung des Imperialismus eine friedliche Lösung für seine Schwierigkeiten finde, die die Integrität des Volkes und der libysche Nation bewahre…"
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der libysche Staatsmann das Land verlässt und sich der ihm übertragenen Verantwortung entzieht, sei diese teilweise oder ganz falsch oder nicht.
Eine ehrliche Person wird immer gegen jede Ungerechtigkeit sein, die gegenüber irgendeinem Volk der Welt verübt wird, und die schlimmste wäre in diesem Augenblick, über das von der NATO in Vorbereitung befindliche Verbrechen gegen das libysche Volk zu schweigen. 
Es drängt die kriegerische Führung dieser Organisation geradezu, dieses Verbrechen zu begehen. Man muss das öffentlich anprangern!
Fidel Castro Ruz
21. Februar 2011
(Übersetzung: Büro für Dolmetsch- und Übersetzungsservice ESTI)

Obama verteidigt Friedensnobelpreis mit eigenem Krieg

Stockholm / USA: Endlich stellt Obama unter Beweis warum und weshalb er den Friedensnobelpreis bekommen hat. Die von ihm zu verwaltenden Erbkriege oder auch das sogenannte Kriegserbe boten dafür keine hinreichende Gelegenheit. Mit Libyen scheint ihm der Befreiungsschlag zu gelingen und damit ein eigener, selbstverantworteter Krieg aus eigenem Entschluss für mehr Frieden in der Welt – natürlich stilistisch passend und termingerecht zum 8. Jahrestag der Irak-Invasion. Er will und er wird der Welt beweisen dass man mit Marschflugkörpern, Bomben, Raketen und Hightech-Waffen Frieden schaffen kann. Er setzt darauf, dass man damit nicht nur Rebellenherzen erfreuen kann, sondern auch Despoten beeindruckt. Ein starkes Signal worauf die Welt gewartet hat. Er scheint entschlossen zu sein seinen Friedensnobelpreis erbittert zu verteidigen, was ihm viele Kritiker bislang abgesprochen hatten und ihn über seine bisher kurze Amtszeit für viel zu pazifistisch hielten um effektiv und mit Gewalt Frieden stiften zu können. 
Mit diesem von ihm selbst mit entschiedenen Krieg für einen unerbittlichen Frieden in der Wüste steigt er ungemein im Ansehen der Ölindustrie, die sich in den letzten Wochen überaus besorgt über ihren mangelnden Zugang zu den nordafrikanischen Ölquellen gezeigt hatte. Deutschland versuchte noch* (nach der missglückten Enthaltung im Unsicherheitsrat bezüglich dieser Friedensmission) durch relativierende Äußerungen auch ein paar Ölquellen aus diesem Friedensprozess zu ergattern, hat aber vermutlich die Chance verpasst. Damit sind wir natürlich verstärkt auf regenerative und heimische Energien angewiesen. Selbst Grüne und Linke monierten gegenüber der Kanzlerin, dass man das Friedensgeschäft nicht immer anderen überlassen solle. Die kriegserfahrenen Grünen hätten hier gerne den ökologischen Anschluss zur Balkan-Offensive gesucht.
Wie dem auch sei, nach dem Eröffnungsfeuerwerk am 19.3.2011 haben ihm seine alliierten europäischen Kumpels zugesichert den Rest der Kastanien halbwegs eigenständig aus dem libyschen Feuer holen zu wollen. Die entsprechenden Meriten für seinen Friedensnobelpreis würde man ihm nachsenden. Aus diesem Anlass verabschiedete sich Obama auch sogleich, um mit seiner Familie ein wenig auf Südamerikatournee zu gehen, wo das Wetter derzeit um einiges besser ist als in Nordafrika. Einer Einladung nach Schwarzafrika für denselben Zeitraum mochte er nicht folgen, weil dort im Moment einfach zu viele Menschen massakriert würden – dort permanenter UN-Friede herrsche und es deshalb zu unsicher sei um dort mit Familie hinzureisen. Natürlich auch weil er Gefahr laufe ebenda noch auf lästige und bettelnde Verwandtschaft zu treffen, worauf er im Moment überhaupt keinen Bock habe.
In Stockholm dagegen sieht man seine neuerliche Friedensstiftung nicht ganz so entspannt. Um aber keinen Schaden an der Institution des Friedensnobelpreises entstehen zu lassen, überlegt man hastig einige Veränderungen in den Statuten vorzunehmen, um der neuen Sachlage gerecht zu werden. Eine der Optionen die derzeit dort erwogen werden ist die künftige Gruppenverleihung des Friedensnobelpreises. Beispielsweise führend an George W. Bush – dies allerdings nur in Kombination mit einer posthumen Verleihung desselben Preises. Die gruppenweise Verleihung des Preises relativiere ein wenig und die posthume Komponente darin schließe mögliche Irrtümer aus, die die Kommission bei noch lebenden Preisträgern nicht vorhersehen könne. Die ersten posthumen Begleiter für George W. Bush könnten demnach Adolf Hitler, Josef Stalin, Winston Churchill und Franklin D. Roosevelt sein. Diese sollten so für ihre gemeinschaftliche Friedenssuche von 1939-1945 geehrt werden. Bewusst wolle man dabei im Sinne der Friedensstiftung auf Täter / Opfer Zuweisungen verzichten. Mit einer derartigen Renovierung des Friedensnobelpreises könne man ggf. den Herausforderungen auch des 21. Jahrhunderts begegnen ohne zu sehr an Ansehen einzubüßen. Schließlich müsse man mehr und mehr einsehen, dass Frieden ein sehr relatives Geschäft sei und die Wege dahin so unergründlich wie Gottes Ratschlüsse. Sehr beruhigend sei letztlich, dass die Ausgangsprodukte von Dynamit-Nobel, die einstmals zur Schaffung dieses Preises führten, auch heute noch hinreichend bei der Schaffung von Frieden Verwendung finden würden.
(c) qpress.de

* Es sind fünf deutsche Kriegsschiffe im Einsatz. Drei davon im Rahmen eines NATO- Verbandes.

Nachtrag: Wobei jetzt gemeldet wird, daß die Bananenrepublik ihre Kriegsbeigabe zurückbeordert hat. Nun gut, sie war dennoch in den ersten Tagen des Krieges im Einsatz und der Effekt, der erzielt wird, wenn 20 Mann herumstehen, obwohl angeblich nur einer eine Gleichung zu berichtigen hat, dürfte hinlänglich bekannt sein...

Ein Volk, ein Imperium,...und "seine Werte"

Überall wo man hinschaut: Kriege, Unrecht, Elend,...
Doch die Medien vermelden den Tod eines Eisbären. Dahinter steckt Methode.
Immerhin hat der Tod dieses Eisbären in Berlin mehr Menschen auf die Straße gebracht, als der Überfall auf Libyen. Das sollte zu denken geben. Deutschland zeigt sich von seiner "besten" Seite. Moralisch bankrott, kalt, ignorant, degeneriert,... geistig tot. Die Amerikanisierung (reeducation) zeigt ihre beängstigenden Auswirkungen...

Sonntag, 20. März 2011

Emotionale Endzeitstimmung und ein Ausweg

(c) The Intelligence
Geigerzähler sind nahezu ausverkauft, die Nachfrage nach Jodtabletten lässt die Aktienkurse der Pharmaindustrie in ungeahnte Höhen steigen. Wertvolle Sendezeit wird mit der Beantwortung der Frage vergeudet, wie man sich im Falle des Super-GAU vor der Haustür vor todbringender Verstrahlung schützen kann. Offen bleibt, wie sinnvoll die Flucht in den Schutzbunker sein kann, abgeschnitten von der notwendigen medizinischen Versorgung unserer Alltagszivilisationskrankheiten und angesichts der Ungewissheit, wie groß das letzte Restchen Fluchterde sein wird, dass noch nicht kontaminiert ist.
Welche Kämpfe dort entbrennen werden, um den knappen Schatz an geretteten Lebensmitteln, möge sich jeder selbst ausmalen. Oder auch nicht. Denn selbst wenn die Versorgung mit Nahrungsmitteln gesichert wäre – wir hätten keine Zeit mehr, sie zu uns zu nehmen, wir wären schon längst verdurstet. Trinkwassergewinnung aus Meerwasser ist bereits möglich, Wiederaufbereitungsanlagen filtern Bakterien und Schmutzstoffe aus verdreckten Brühen, es gibt aber keinerlei Möglichkeit, radioaktive Stoffe auszufiltern. Gäbe es auch nur erste Erfolge in dieser Richtung, die AKW-Betreiber hätten jetzt darüber berichtet. Ganz ehrlich: Bevor ich im Falle dieses Endzeitszenarios die Restlaufzeit meines Lebens mit Hilfe eines Eigenschweiß- und Urinkreislaufes qualvoll um wenige Stunden verlängere, gönne ich mir einen letzten Tropfen meiner Wahl, nach Möglichkeit im Kreise meiner Liebsten, um mich dann in der Hoffnung auf ein schnelles Ende der vollen Strahlendröhnung hinzugeben.

Samstag, 19. März 2011

Das Wort zum Sonntag: Es spricht Referent Dombrowski


Lothar Dombrowski alias Georg Schramm war wieder einmal zu Besuch bei den Demonstranten in Stuttgart.
Er referierte zu verschiedenen gesellschaftlichen Themen, wie gewohnt prägnant und bissig.

Freitag, 18. März 2011

BRD: BananenRepublik Deutschland

Zwei kleine Beiträge, in denen die Korruptheit dieses Landes widergespiegelt werden.
Barmer-Chefin wird Pharma-Lobbyistin
Berlin. Die Vorstandschefin der Krankenkasse Barmer-GEK und frühere nordrhein-westfälische SPD-Landesgesundheitsministerin Birgit Fischer wird neue Cheflobbyistin der Pharmaindustrie. Das teilten der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) und Deutschlands größte Krankenkasse am Donnerstag in Berlin mit. Fischer wechselt zum 1. Mai 2011 an die Spitze des vfa. Sie stand seit 2007 an der Spitze der größten gesetzlichen Krankenversicherung. Der vfa-Vorsitzende Wolfgang Plischke erklärte zu dem Wechsel, mit Fischer solle der »Dialog des vfa mit allen Akteuren der Gesundheitsbranche intensiviert werden«. (dpa/jW)

Donnerstag, 17. März 2011

Du bist dumm...


Ist es seltsam, daß solche Videos auf youtube gelöscht werden? Womöglich hatten die Macher gegen das Urheberrecht verstoßen? Immerhin ist dieses Video selbstgemacht, also waren die Macher im Besitz des Urheberrechts. Das Video wurde bereits vor dem GAU in Fukushima veröffentlicht...Was stört an diesem Filmchen? Was stört, um es zu zensieren?
(Die Vervielfältigung schränkt die Verfolgung ein! Deshalb vermehrt die Botschaft, wo und wann ihr es könnt.) 

P.S. Filmtipp: V wie Vendetta...wir sehen uns, wir glauben an uns, wir wissen um uns... 

Die nukleare Katastrophe aus Sicht der medialen Propagandafront

Explosion im Kernkraftwerk Fukushima
Wir kennen das: Täuschen, Verschweigen, Abwiegeln und Untertreiben gehören überall auf der Welt zum Geschäft der Atomwirtschaft und ihrer Freunde in den Regierungen.
Wolfgang Pomrehn
Anfangs herrschte in den Industriemedien Fassungslosigkeit vor. Mittlerweile geht man zur Tagesordnung über und versucht mehr und mehr das zu betreiben, was W. Pomrehn im obigen Zitat treffend ausdrückte.
Beispielsweise versucht die Bilderberger- Gazette "Die Zeit" in ihrem Beitrag "Der Super-GAU findet zuerst in unseren Köpfen statt" das Beschriebene umzusetzen.
Es ist noch nachvollziehbar, daß die "Zeit" vor einer Massenpanik warnte. Aber es ist nicht nachvollziehbar, wie andererseits die nukleare Gefahr heruntergespielt und die Schäden des Erdbebens hochgespielt werden.
© Toru Yamanaka/AFP/Getty Images/DieZeit

Der Hinweis auf die Tatsache, daß wir "damals [Tschernobyl] von Regierungen und Medien belogen" wurden, soll nur abmildern, daß wir auch heute noch nicht alles über Tschernobyl wissen dürfen und es danach diverse nukleare Störfälle gegeben hat, in denen man genau so verfahren ist. Was nicht sein soll, darf nicht sein.
Wo sonst angeblich die Gier nach Schlagzeilen vorherrscht, erlischt plötzlich diese Gier. Warum, wo doch sonst selbst das Liebesleben der Roten Ameise als Schlagzeile herzuhalten hat?
Bemerkenswert ist ebenso, daß die Angst vor einer neuerlichen nuklearen Katastrophe nur "auf die Deutschen" und "hierzulande" eingegrenzt wird. Die Deutschen bilden hierbei keine Ausnahme. Sie empfinden wie alle anderen Menschen weltweit. Hinter diesen Eingrenzungen steckt Methode und Absicht zugleich.
Es wird Jahrzehnte dauern, die Gebiete wieder aufzubauen, in denen die Flutwelle am 11. März alles weggespült hat, was dort einmal stand. 
Stattdessen wird verhältnismäßig betrachtet der Erdbeben- Schaden hochgespielt. Kein Hinweis darauf, daß Schäden, wie sie auf obigen Foto zu sehen sind, der traditionellen japanischen Leichtbauweise geschuldet sind. Diese Schäden wirken auf den Betrachter viel größer, als sie es in Wirklichkeit sind. Doch hier wird wider besseres Wissen auf Endzeitstimmung gemacht. Japan hatte nach den Zerstörungen im WK II ganz andere Dimensionen wieder aufzubauen, aber auch nach all den Erdbeben, die für diese Region typisch sind. Deshalb auch die Leichtbauweise, die ebenso leicht wieder aufgebaut werden kann. Niemals wurden Jahrzehnte dafür benötigt. Weshalb also hier die Panikmache, wenn der Artikel doch vor Panik warnen sollte? Warum diese einseitige Panikmache?
Weiter im Text übt sich "DieZeit" dann wieder in unwissenschaftlicher Glaskugeldeuterei und in Lügen. Kein Wunder, da es darum geht, die Katastrophe und ihre Folgen herunterzuspielen. Wie damals 1986 nach Tschernobyl. Doch wie steht es in diesem "Zeit"- Artikel:
Werden wir von Regierungen und Medien belogen – wie damals, vor 25 Jahren beim Unglück von Tschernobyl?
Auch damals war "DieZeit" bereits daran beteiligt. Tradition verpflichtet...
Nehmen sie sich die Zeit und vergleichen sie diesen "Zeit"- Artikel aufmerksam mit dem Gastartikel "Wettlauf mit der Zeit im japanischen AKW Fukushima". Schaden kann es nicht.

Der "Tagesspiegel" schießt den nächsten Bock ab. Im Artikel "Ventil und Hyperventil" wird der alberne, aber gefährliche Versuch gestartet, "9/11" mit der nuklearen Katastrophe in Japan ("3/11") zu vermischen.
Die Ereignisse von "9/11" sind bis heute nicht glaubwürdig von Amts wegen erklärt, untersucht oder bekanntgegeben worden. Dagegen sind Ursache und Verursacher der Katastrophe in Japan zweifelsfrei bekannt.
Die Gefühle und die Reaktionen (der Masse) basierten im Fall "9/11" auf Unwissenheit und Unvernunft. Im Fall Japan ist das genau umgekehrt. Die Gefühle basieren auf bereits vorhandenem Wissen und Vernunft.
Und was dort die Angst vor dem Terror war, ist in Deutschland die Angst vor dem Atom. Dabei ist es unerheblich, dass die Quelle der deutschen Angst rund 9000 Kilometer entfernt steht.
Wieder wird sich bemüht, wider besseres Wissen diese weltweit bei allen Menschen vorzufindende Angst auf  "die Deutschen", die ewigen Jammerer, einzugrenzen. 9000 Kilometer sind für radioaktive Verpestung keine unüberbrückbare Hürde. Radioaktive Strahlung ist kein Radfahrer, kennt keine Landesgrenzen und breitet sich ungehindert aus. Je nach Wetterlage.
Ganz ähnlich beschaffen ist auch jener nationale Eigensinn, der mitunter an Autismus grenzt, wie er sich in den USA nach 9/11 und in Deutschland nach 3/11 ausbreitete.
Es ist beleidigend und verlogen zugleich, die Ambitionen US- amerikanischer Kriegstreiber mit denen der Atomgegner in einen Topf zu werfen. Zudem die genannten Namen das Blickfeld des Lesers stark eingrenzen sollen. Es gibt zum Thema weitaus interessantere Politiker zu benennen, als Tritin und Mappus, die zudem die gleichen Ziele verfolgen und nur auf anderen Wegen unterwegs sind. Sie stehen nicht wirklich in Gegnerschaft.
Typisch für diese Medien, wird auch hier das vorhandene Blickfeld (Skala 1-10) auf das erwünschte Blickfeld (auf dieser Skala nur ein Punkt) eingegrenzt.
Amerikanische Kriegstrommler und deutsche Atomkraftgegner wurden zwar im Inland gestärkt, aber das Ausland verweigerte ihnen oft die Gefolgschaft. Deutsche, Franzosen, Russen und Chinesen wollten Bush nicht in den Irak folgen; Polen, Franzosen, Inder und Chinesen wollen den Deutschen nicht in den Akw-Ausstieg folgen.
Falsch, Deutsche und Franzosen beteiligten sich am Irakkrieg. Und zwar aktiv. Kriege werden nämlich nicht nur an der Kampflinie ausgetragen. Aber bleiben wir beim Thema "Atom". Es sind nicht die "Polen, Franzosen, Inder oder Chinesen", die den Deutschen in Sachen Atomausstieg nicht folgen wollen. Es sind die Regierungen dieser Länder. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Die Völker dieser Länder befinden sich hierbei im gleichen Gegensatz wie die Deutschen und ihre Regierungen.
Die (internationale) Atomlobby* und ihre Pressenutten wiederholen gebetsmühlenartig und beständig die Lüge vom vermeintlichen Alleingang der Deutschen in Sachen Atomausstieg. Weder sind die Deutschen die Einzigen noch die Ersten, die diesen Weg gehen wollen.
Schweden beschloss als erstes Land bereits 1980 den Atomausstieg. Die Schweiz beschloss diesen Ausstieg erneut. In fast allen Staaten, in denen Atomreaktoren stehen, gibt es eine unübersehbare Antiatombewegung. Immerwieder bekundeten die unterschiedlichsten Regierungen ihre Absicht, gänzlich aussteigen zu wollen oder einzuschränken. Immerwieder wurden Werke geschlossen. Weltweit.
Doch diese Medien begrenzen diesen Kampf nur auf das jeweilige Land, in dem sie gerade tätig sind. Sie versuchen zu spalten, wo es nichts zu spalten gibt. Wenn sich die Mehrheit der Weltbevölkerung einig ist, dann in Sachen Atomausstieg.
Wer freilich den Zeitgeist im Rücken wähnt, wertet Isolation meist auch als Zeichen der Verblendung anderer. 
Die nächste Lüge. Dieser "Zeitgeist" ist so alt, wie die Kernernergiegewinnung selbst. Selbst unter den großen Erfindern auf diesem Gebiet, finden wir Warner und Gegner. Die Atomlobby ist "isoliert", nur verfügt sie über sämtliche Insignien der Macht* und kann so über die Wirklichkeit hinwegtäuschen und sich gewichtiger darstellen, als dies der Fall ist.
Viele Menschen haben Angst, da kann man nicht einfach sagen, weiter so. Da können Sie nicht einfach rational argumentieren." Mappus hat recht. Denn man macht es sich zu leicht, wenn man kollektive Gefühle der Angst - ob vor Terror oder Atom - wegrationalisieren möchte. Nein, diese Gefühle sind sehr real und verlangen nach einer entsprechenden politischen Geste. Dabei gilt: Je intensiver die Angst, desto massiver muss die Antwort auf sie ausfallen.
Irrtum, sie können nicht "rational" argumentieren, weil es die Vernunft oder der ehrbare Verstand (Ratio) gar nicht zulassen. Sie wiederholen nur ihre längstens widerlegten Mantras und argumentieren dabei "irrational". Nämlich nur die eigenen niederen Interessen verfolgend. Orwell hätte an diese dreisten Wortverdreher seine Freude gehabt. Vielleicht auch nicht, aber sie beweisen die Richtigkeit seiner These.
Diese "massive Antwort auf die Angst" machte sich in ihren ersten Ausgaben nach Beginn dieser Katastrophe bemerkbar. Sie erzeugten einen Hype und standen zunächst selbst unter Schock über die Ereignisse. Sie befanden sich einstimmig auf der Seite der Mehrheit; auf der Seite, die sie jetzt wieder zunehmend denunzieren und bekämpfen. Aber stets intrigant und subversiv Verständnis und Zweifel äußernd, um die Zielgruppe noch erreichen zu können.
Deshalb musste George W. Bush ebenso in Afghanistan einmarschieren wie Angela Merkel den Einstieg in den Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg verkünden. Gegen die Stimmung im Volk Politik zu machen, konnten und können sich beide nicht erlauben.
Dieses Zitat könnte so stehengelassen werden. Diese dummdreiste Verlogenheit wäre keiner Erwähnung wert, wenn sie nicht einem kriminellen und charakterlosen "Geist" entspringen würden, vor dem jederman zu jeder Zeit gewarnt sein sollte. Denn aus diesem "Geist" entsprang und entspringt jegliche Niedertracht, ja, alles Elend der Weltgeschichte. Er gehört bekämpft, wo immer und in welcher Form auch immer er in Erscheinung zu treten wagt. Er gehört ausgerottet.
Nach 9/11 und 3/11 bewiesen Bush und Merkel ein hohes Maß an Flexibilität und Instinkt. Und so lange durch ihren Aktionismus das Gute befördert wird - Entmachtung der Taliban, Atomausstieg -, lässt sich das sogar begrüßen.
Die Bemühung der irrationalen Floskeln "Gut" und "Böse" unterstreicht den boshaften Schwachsinn. Das hierbei ein "Atomausstieg" als etwas "Gutes" beschrieben wird, ist gemessen am Inhalt des gesamten Artikels purer Hohn und allenfalls als Rettungsanker zu verstehen, um nicht endgültig die Nähe zum Publikum zu verlieren.
Ein Jammer, daß die ehrbarsten Intelligenzbestien unserer Tage mit diesen Völkern leben müssen. Alles Elend, alle Niedertracht, alle Gier und geltungssucht gebe es nicht, wenn diese Ehrbaren doch nur andere Menschen zum regieren hätten. Ja, im Himmel ist Jahrmarkt und die Erde ist eine Scheibe...
Und um diesen übelsten kriminellen Schwachsinn noch eins draufzugeben, für diejenigen, die sich weder in die Nähe von Kriegsverbrechern und Wahnsinnigen drängen lassen haben, wird zum Abschluss des Tagesspiegel- Artikels noch gleich die "Nazi"- Keule präventiv geschwungen:
Hoffen wir nur, dass sich die nächste kollektive Angst nicht gegen Ausländer richtet.
Im Sachen Atomaustieg gibt es jedenfalls keine "Ausländer". Wie bereits erwähnt, befand sich die Weltbevölkerung selten so im Einklang, wie in diesem Anliegen.

Der Verfasser des Tagesspiegel- Artikels heißt Malte Lehming. Der Kerl klingt nicht umsonst nach Lemming. Dieser Name sollte vermerkt bleiben...


*Die Atomlobby ist nicht als abgeschlossener Wirtschaftsbereich zu betrachten. Die Wirtschaft ist komplex und untereinander verbandelt bzw. konzentriert. Zur Atomlobby gehören ebenso die maßgebenden Banken, Hedgefonds, Rüstungsindustrie, Medien usw. usf. Die Macht dieser Zweige kann nur als Gesamtheit begriffen werden und ist dadurch gigantisch.

Wettlauf mit der Zeit im japanischen AKW Fukushima

© AFP (aus Frankreich - Hinweis erfolgt, weil von gewissen Medien die Atomgegenerschaft auf Deutschland reduziert dargestellt wird. Es lohnt sich "zwischen den Zeilen" zu lesen.)
In einem Wettlauf gegen die Zeit kämpfen Techniker im schwer beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 gegen einen Super-GAU: Experten warnten vor einer massiven Verstrahlung, sollte es in den nächsten 48 Stunden nicht gelingen, das Wasserniveau im Abklingbecken von Reaktor 4 zu heben. Mehrere Länder holten mit Militärmaschinen ihre Bürger aus Japan, Deutschland verschärfte seine Teilreisewarnung.
Es drohe ein "sehr bedeutender" Austritt von Radioaktivität, sollte es nicht binnen zwei Tagen gelingen, das Wasserniveau in dem Becken für gebrauchte Brennstäbe anzuheben, warnte das französische Institut für Atomsicherheit IRSN. Da sich die Brennstäbe in dem Abklingbecken dann "quasi an der freien Luft" befänden, sei die Strahlung so hoch, dass jeder weitere Einsatz in der Anlage unmöglich werde.
Nach Einschätzung der französischen Atomaufsicht könnten sich die Brennstäbe selbst entzünden, sollte das Wasser in dem Abklingbecken weiter sinken. Laut EU-Energiekommissar Günther Oettinger ist die Lage in Fukushima "außerhalb einer fachmännischen Kontrolle". Das Geschehene bewege sich "irgendwo zwischen GAU und Super-GAU".
Um eine komplette Kernschmelze zu verhindern, versuchten 50 noch verbliebene Techniker unter Einsatz ihres Lebens, die Brennstäbe zu kühlen. Zunächst sollten Militärhelikopter Wasser auf die Anlage sprühen; nachdem dieser Einsatz jedoch wegen der hohen Strahlung abgesagt werden musste, sollte ein Wasserwerfer der Polizei eingesetzt werden. Die US-Streitkräfte stellten Japan Hochdruckpumpen für die Kühlung der Reaktoren zur Verfügung.
Das Abklingbecken des abgeschalteten Reaktors 4 war am Dienstag bei einer Wasserstoffexplosion beschädigt worden. Sie löste einen Brand aus, radioaktive Partikel gelangten direkt in die Atmosphäre. US-Soldaten konnten den Brand in dem Reaktor jedoch löschen. Am Mittwochmorgen (Ortszeit) mussten die 50 letzten japanischen Techniker vor Ort vorübergehend die Atomanlage verlassen. Regierungssprecher Yukio Edano sagte, die Strahlung vor Ort schwanke stark, bleibe aber auf einem gesundheitsgefährdenden Niveau. Zudem ereignete sich im Gebäude von Reaktor 3 am Mittwoch erneut eine Explosion. Dabei könnte der Schutzmantel des Meilers beschädigt worden sein.
Nach Angaben der japanischen Atombehörde sind vermutlich 70 Prozent der Brennstäbe in Reaktor 1 sowie ein Drittel der Brennstäbe in Reaktor 2 beschädigt. Tepco erwäge den Einsatz von Borsäure, um eine komplette Kernschmelze zu verhindern. Der Gouverneur der Präfektur Fukushima, Yuhei Sato, sagte dem Sender NHK, es fehle in den Notlagern für in Sicherheit gebrachte Anwohner an Nahrung und Treibstoff. Wegen der Strahlungsgefahr war ein Umkreis von 20 Kilometern mit 200.000 Menschen um das Kraftwerk evakuiert worden.
Zahlreiche Länder wie Russland, Belgien und die Philippinen holen nun teils mit Militärflugzeugen ihre Bürger aus Japan. Das Auswärtiges Amt verschärfte seine teilweise Reisewarnung für Japan. Es empfahl "allen Deutschen aus der Region um die Atomkraftwerke Fukushima und dem Großraum Tokyo/Yokohama, vorübergehend nach Osaka oder über Osaka ins Ausland auszuweichen".
Die EU-Energieminister wollen am Montag auf einer Sondersitzung Lehren aus den Atomunfällen in Japan ziehen. Auf dem EU-Gipfel Ende kommender Woche sollen sich auch die Staats- und Regierungschefs mit den Konsequenzen aus dem Atomunfall befassen.
hcy/mt/hei

Mittwoch, 16. März 2011

Das geht uns alle an - Daten über atomare Bedrohung werden zurückgehalten

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die Anderen bauen Windmühlen.
aus China
Angesichts der nuklearen Katastrophe in Japan, die infolge einer Naturkatastrophe und menschlichen Unvermögens entstanden ist, stellt sich die Frage, wieviel radioaktive Belastung bisher an die Umwelt abgegeben wurde?
In Wien existiert die "Organisation des Vertrages über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO)". Diese unterhält ein weltweites Messystem zur Überwachung radioaktiver Strahlung und könnte somit einschlägige, wenn auch unzureichende Daten liefern. Dies macht sie aber nicht. Zwar wird diese Behörde durch öffentliche Gelder finanziert, doch verweigert sie sich gegenüber der Öffentlichkeit. Mit anderen Worten zahlen wir für einen Dienstleister, der uns die Dienstleistung verweigert.
Das sollte nicht nur zu denken geben, sondern auch zu den logischen Konsequenzen führen!

Begründet wird diese Verweigerungshaltung mit dem internationalen Vertrag, der zur Gründung dieser Behörde führte. Dieser wurde von 182 Mitgliedsländern unterzeichnet. Also in der Mehrzahl von Länder, die weder über nukleare Technik verfügen, noch derartige Tests durchführen. Es ist davon auszugehen, daß die Mehrzahl dieser Länder nur zum Schein der Gerechtigkeit diesen Vertrag unterzeichnet hatte. Also sich nur als "Abnicker" betätigten, ohne wirkliches Mitspracherecht. Derartiges kennt man aus der Geschichte, aus der UNO oder auch aus einheimischen Schwatzbuden (Parlamente). Demnach gab es eine oder mehrere Kräfte, welche das Zustandekommen dieses Vertrages einfädelten. Und genau diese Kraft (Kräfte?) war es, die wohlweislich und vorausschauend dafür Sorge getragen hat, daß die Befugnisse dieser Behörde nur dem eigensten Interesse zu dienen haben.

Meist wird solche Geheimniskrämerei mit einem Verweis auf die "nationale Sicherheit" untermauert. In diesem Fall wäre es sogar eine "internationale Sicherheit". Solche dummdreisten Verweise werden allgemein von der Masse geschluckt und darauf macht sich seuchenartig ein, im pawlowschen Sinn, Schweigen im Walde breit. Besonders im Blätterwald, wenn man einmal von den darauf folgenden amtlichen Lügenmärchen absieht.
Der geheim zuhaltende Sachverhalt widerspricht jeder Form von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Er dient nur den Interessen einiger weniger Krimineller, die sich paradoxer Weise auch noch auf diese Floskeln berufen dürfen, ohne das sie dafür zur oder besser aus der Verantwortung gezogen werden.
Wer oder was steckt hinter dieser "nationalen Sicherheit"? Die Interessen der Nation oder besser gesagt der Menschen garantiert nicht. Denn sonst benötigte es keiner Geheimhaltung.

Egal wie, aber solche Geheimniskrämerei gehört abgeschafft. (Nicht nur) Im Namen der Menschheit.
Beanspruchen wir das, wofür wir zahlen. Sie können uns nicht daran hindern. Zwingen wir unsere Regierungen dazu, diese Daten zu veröffentlichen.
Wir haben ein Recht darauf, zu erfahren, inwieweit sie uns verseucht haben, wir uns verseuchen werden oder könnten. Solange diese Daten nicht uneingeschränkt veröffentlicht werden, versteckt sich hinter diesem "nationalen Interesse" das Interesse an Sicherheit für die Profiteure der internationalen Atommafia und ihrer Geschäftsfreunde.
Es ist Zeit zu handeln! Hören sie dabei nur auf die IHNEN angeborene Vernunft. Lassen sie das Merkel & Co. labern. Jedes Gerät verfügt über einen Ausschalter. Und man muss und sollte mit "dem Ausschalten" nicht so lange warten, wie dies die Japaner in Fukushima vorgemacht haben.
Wir haben nur eine Erde.


siehe hierzu auch (Quelle: ORF):
Strahlendaten werden nicht veröffentlicht

Dienstag, 15. März 2011

Stillegen sofort

Alle Atomkraftwerke sind gefährlich
Von Wolfgang Pomrehn (junge Welt)
Nun rudert die Bundesregierung hektisch zurück: Die Verlängerung der Laufzeiten solle ausgesetzt werden, bis die Ergebnisse einer neuen Risikoabschätzung vorliegen. Natürlich bleibt das leeres Gerede, solange nicht wenigstens Neckarwestheim1 endgültig stillgelegt wird. Das ist der zweitälteste Meiler der Republik und der erste, der von der im Herbst beschlossenen Laufzeitverlängerung profitiert. Außerdem liegt er, ohne hinreichend dafür ausgelegt zu sein, in einer Erdbebenzone.
Aber mit einer – dreimonatigen! – Rücknahme der Laufzeitverlängerung werden sich die Zehntausenden Menschen, die am Montag abend in über 320 Städten im ganzen Land auf die Straße gingen, ohnehin nicht zufriedengeben. Vielerorts ist der alte Schlachtruf der Anti-AKW-Bewegung wieder zu hören: Alle Atomanlagen sofort stillegen!
Aber ist das möglich? Kann die Stromversorgung dann noch sichergestellt werden? Deutschland ist in den letzten Jahren zunehmend zum Stromexporteur geworden. 2010 wurden netto 17 Milliarden Kilowattstunden exportiert. Das ist die Jahresproduktion von zwei bis drei großen Atomkraftwerken. 37,5 Milliarden Kilowattstunden wurden außerdem von den Atom- und Kohlekraftwerken selbst für den Betrieb verbraucht, immerhin rund sechs Prozent der gesamten Produktion. Entsprechend hat es in den vergangenen Jahren wiederholt längere Zeiten gegeben, in denen fünf oder mehr der 17 AKW aus dem einen oder anderen Grund nicht am Netz waren, ohne daß es Probleme mit der Versorgung gegeben hätte.
Schließlich sind allein im letzten Jahr Solaranlagen mit einer Leistung von fast neun Gigawatt installiert worden. Damit kann eines der größeren AKW ersetzt werden. Aber den Energiepolitikern in den Regierungsparteien ist das offenbar zuviel, weshalb sie in den letzten Monaten reichlich Geschrei angestimmt haben. Angeblich können die Netze den zusätzlichen Strom nicht aufnehmen, weshalb Druck zu einer schnelleren Absenkung der Vergütungen für den Solarstrom gemacht wurde. 2010 haben die erneuerbaren Energieträger bereits 102 Milliarden Kilowattstunden elektrischen Strom geliefert. Das waren immerhin schon rund 18 Prozent des Nettostromverbrauchs. Und das war möglich, obwohl die Netzbetreiber des öfteren bei besonders gutem Wind die Windparks abschalten, da entgegen der gesetzlichen Verpflichtung das Netz nicht rechtzeitig ausgebaut wurde.
Alles in allem könnten die sieben ältesten deutschen Atommeiler von heute auf morgen abgeschaltet werden, ohne daß es Engpässe gibt. Die anderen könnten binnen weniger Jahre folgen, und zwar deutlich schneller, als es im alten Ausstiegsbeschluß vorgesehen war. Die Bedingungen dafür sind da, es fehlt allerdings bisher am politischen Willen. Der Ausbau der erneuerbaren Energieträger könnte noch weiter beschleunigt werden, möglich wird das unter anderem auch durch den erheblichen Preisverfall bei den Solaranlagen, den die technische Entwicklung und der Massenmarkt möglich gemacht haben. Es gilt, jetzt den notwendigen politischen Druck aufzubauen.

Abschalten, weltweit und jetzt!

Von der Tragödie begehrt das Volk eigentlich nicht mehr, als recht gerührt zu werden, um sich einmal ausweinen zu können. 
Friedrich Nietzsche
Die nukleare Katastrophe in Japan zeigt einmal mehr auf, daß die Gewinnung von Energie durch Kernspaltung eine unbeherrschbare und höchstgefährliche Technik darstellt. Vom Problem der nuklearen Abfallentsorgung ganz abgesehen. Hierbei kann übrigens die USA kein Vorbild sein, die ihren Atommüll weltweit per Munition verschießt.
Angesichts bisheriger Katastrophen (Harrisburg 1979, Tschernobyl 1986) und den Beinahekatastrophen (Brunsbüttel 2001, Forsmark 2006) gilt, was Wolfgang Pomrehn in der jungen Welt zu recht anmerkte:
"Wir kennen das: Täuschen, Verschweigen, Abwiegeln und Untertreiben gehören überall auf der Welt zum Geschäft der Atomwirtschaft und ihrer Freunde in den Regierungen".
Es gibt Alternativen zur Energiegewinnung. Alternativen, die nicht gefährlich sind, aber weniger lukrativ für die Geldgier einiger weniger. Atomkraftwerke sind nicht sicher. Weder sicher gegen Naturkatastrophen, kriegerischen Handlungen, technischer Mißstände oder menschlichem Versagen.
Derzeit gehen weltweit abertausende Menschen auf die Straßen, um ihren Zorn und Protest gegen dieses verbrecherische Treiben zum Ausdruck zu bringen. Es bleibt zu wünschen, daß sie sich nicht wieder mit unehrlichen Versprechungen abspeisen lassen. Mit aller Konsequenz sollte die Vernunft durchgesetzt werden.
Wir bewohnen nur diese eine Welt. Auf diese darf es keinen Platz für derartige Experimente geben. Und zu guter Letzt haben wir diese Welt nur von unseren Kindern geborgt. Übernehmen wir endlich, und zwar kompromisslos, Verantwortung für Mensch und Natur. Besser heute als morgen. Die nukleare Katastrophe in Japan sollte dabei als Katalysator funktionieren.

Derweil betreibt die Bundesregierung, wie viele andere Regierungen weltweit, eine Hinhaltetaktik. Sie wollen "Gras über die Sache wachsen lassen" und dann weiter machen wie bisher. Wobei sie schon den Bau neuer Atommeiler verkünden. Selbst, wenn sie jetzt unsinnige Zugeständnisse versprechen sollten - sie denken gar nicht daran, diese auch nur ansatzweise umzusetzen. Sie werden, wie schon beim sog. "Atomausstieg"- Versprechen diese Zugeständnisse rechtzeitig zurücknehmen. Wie oft und wie lange wollen wir uns noch von denen verarschen lassen? Sollen sie das Zugeständnis machen, sämtliche Subventionen für die Atomindustrie zu streichen. Die immens hohen Kosten für Atomstrom müssten dann endlich über den Strompreis abgerechnet werden. Selbst die dümmsten Atomkraftjünger würden dann aufwachen. Aus dem einfachen Grund, weil sie ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen könnten.
Wie gesagt, lassen wir uns nicht mehr auf faule Kompromisse ein. Sorgen wir dafür, daß die Atomlobby ihre Gewinne ausschließlich über ihre Verbraucher und nicht mehr über den Steuersäckl erzielen darf. Angebot und Nachfrage würden zeitgleich verlöschen.
Wer weiterhin die Lüge vom "billigen" Atomstrom verbreiten hilft, sollte endlich zur Kasse gebeten werden.
Und wer weiterhin die Lüge vom "sauberen" Atomstrom zu verbreiten hilft, dem kann man ebenfalls schnelle und direkte Abhilfe schaffen. Schicken wir diese Blender zu Aufräumarbeiten nach Fukushima! Ohne Schutzanzug versteht sich.

Das die Merkel- Junta die deutschen Atommeiler erneut auf ihre Sicherheit untersuchen lassen will, zeugt nicht nur von ihrer Hinhaltetaktik. Dies beweist auch, daß diese Junta im Umfeld ihrer eigenmächtigen Laufzeitverlängerung gelogen hat. Wer sich weiterhin auf Lügner verlassen will und vor hat, mit diesen charakterlosen Gestalten zu verhandeln, der sollte gleich zu Hause bleiben. Seine dümmliche Niederlage wäre hierbei vorprogrammiert.



(G.A.U. = Größter Anzunehmender Unfall
Eine Steigerung ist sprachlich nicht möglich. Das Superlativ "Super" (über) vor dem Wort "GAU" zu setzen, bedeutet, daß die Verwender dieses unsinnigen Begriffes nicht wissen, wovon sie reden. Mit einem "SuperMegaGigaUltra"- Gau erlangt man vielleicht Aufmerksamkeit, doch wertet der Verwender zeitgleich seine Aussage ab.)

Saudis und Emirate marschieren zur Niederschlagung der Proteste in Bahrain ein

Bemerkenswert an der Berichterstattung in den Industriemedien über die Unruhen in den verschiedenen arabischen Ländern ist die unterschiedliche Wertigkeit. Einerseits haben wir es mit einer nüchternen bzw. zurückhaltenden Berichterstattung zu tun, andererseits wird völlig überzogen und einseitig berichtet. In jedem Fall aber aus propagandistischem Interesse heraus. Von der Verurteilung des Teufels General, der angeblich an seinen Landsleuten Völkermord ("Genozid") betreibt bis hin zu den prowestlichen Diktatoren, die nur die Infrastruktur vor dem bösen Plebs zu schützen gewillt sind, es wird mit heuchlerischen Maßstäben gemessen. Wie es eben jeweils in den Kram zu passen hat. Aufmerksame Zeitgenossen können hierin wieder ein Lehrbeispiel für die gezielte Doppelmoral der Journaille entdecken, deren einziger Zweck in der Desinformation ihrer Kunden zu finden ist.
Es folgt ein sachlicher Artikel über die jüngsten Entwicklungen in Bahrain.
Schlag gegen Demokratiebewegung
Saudi-Arabien und Emirate intervenieren in Bahrain – offenbar mit Zustimmung der USA
Von Rainer Rupp (junge Welt)
Rund 1000 Soldaten aus Saudi-Arabien und weitere Hundertschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sind am Montag, unterstützt von leichten Panzern und Schützenpanzerwagen, in Bahrain einmarschiert. Sie seien gekommen, um in dem von Massenprotesten gegen das feudale Herrschaftssystem erschütterten Kleinstaat am Persischen Golf wieder »Sicherheit und Ordnung« herzustellen, berichtete die regierungstreue Tageszeitung Aljam. Der Golfkooperationsrat, der sich mehrheitlich aus den reaktionären Monarchen von Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, Oman, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain zusammensetzt, habe den Schritt autorisiert, hieß es.
Der Zeitung zufolge sollen die ausländischen Militärs eine seit Wochen anhaltende Protestbewegung der rund eine Million zählenden einheimischen Bevölkerung unterdrücken. Die Aktionen in dem Königreich werden mehrheitlich von der schiitischen Bevölkerung getragen, die von der sunnitischen Herrscherdynastie wirtschaftlich ausgebeutet und rechtlich und politisch an den Rand gedrängt wird. Dagegen hat eine Gruppe bahrainischer Abgeordneter Agenturberichten zufolge König Hamad bin Issa Al-Chalifa aufgefordert, das Kriegsrecht zu verhängen, eine Ausgangssperre zu erlassen und Soldaten gegen Demonstranten einzusetzen.
Bahrain, das durch einen langen Damm mit Saudi-Arabien verbunden ist, spielt eine wichtige Rolle in der Strategie der USA, die auf der Insel eine mächtige Marinebasis mit 6000 Soldaten und etwa 30 Schiffen unterhalten, darunter zwei Flugzeugträger. Noch am vergangenen Wochenende hatte US-Verteidigungsminister Robert Gates die Regierung von Bahrain bei einem Besuch aufgefordert, den Demonstranten mit »weitreichenden Schritten« entgegenzukommen. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate hätten es jedoch wohl kaum gewagt, ohne Zustimmung Washingtons auf der Insel mit dem US-Stützpunkt zu intervenieren.